Aktuelles im Verein

 






Verfasser: Werner Martin, 90559 Burgthann

Jahreshauptversammlung 2008
am 20. November 2008

BURGTHANN - Die Wahlen der gesamten Vorstandschaft standen zwar auf der Tagesordnung zur Jahreshauptversammlung der Fördergemeinschaft Burg Burgthann, breiteren Raum nahmen jedoch die Berichte des Vorsitzenden und des Schatzmeisters sowie die der einzelnen Arbeitsgruppen ein. Mit Spannung erwarteten die Mitglieder das vom scheidenden Kassier Gerhard Herzing vorgelegte Zahlenmaterial. Unter dem Strich habe der Verein im Festspieljahr 2008 genügend Einnahmen verbuchen können, die den Verein in die Lage versetzen dürften, so der Schatzmeister, erstrebte Investitionen in die Tat umsetzen zu können. Satte Anteile an den Einnahmen hatten das Burgfest, das Eppelein-Festspiel sowie das Heimat- und Kanalmuseum. Ertragreich angelegt könnten die Guthaben erlauben, dass auch größere Baumaßnahmen im Rittersaal, auf dem Dach des Palas und an der Außentreppe des Turms - seitens des Eigentümers Gemeinde - unterstützt beziehungsweise mitgetragen werden könnten. Kassenrevisor Karl-Heinz Eckstein bestätigte Herzing eine sehr übersichtlich dokumentierte Buchführung, wofür diesem die Versammlung einstimmig Entlastung erteilte. Der Bericht des 1. Vorsitzenden Harald Kern lebte vom Dank für die vielschichtigen Hilfen der Aktiven, an der Spitze die 30köpfige Museumsgruppe mit ihrer Leiterin Ulla Weishardt. Analog sei auch der mehr körperliche Einsatz der Arbeitsgruppe unter Herbert Kölbl zu würdigen. Als riesigen Erfolg bezeichnete Kern die diesjährigen Eppelein-Festspiele unter der bewährten Regie von Helmut Buchner. Aber auch die Gemeindeverwaltung, den Gemeinderat, den Bauhof und Heinz Bogner bezog er in seinen Dank ein. Genau vierhundert Mitglieder gehörten dem Verein augenblicklich an, berichtete Kern weiter. Ein Großteil dieser seien erneut die Garanten für die vielförmigen Veranstaltungen im Burgthanner Wahrzeichen gewesen. Ob im intimen Kreis bei einer Dichterlesung, oder dem "Tag des lebendigen Museums", in gleicher Weise wenn "Eppelein" oder das "Burgfest" riefen, auf seine Aktiven habe er sich stets verlassen können, stellte der Vorsitzende heraus. Kern berichtet weiter über die jetzt beendeten Grabungen im Burgbrunnen. Dieser habe sich zu einer Attraktion entwickelt. Endlich führe dieser wieder Wasser, freute sich Kern und gab zu, mit der "Forschungsgruppe Höhle und Karst Franken" einen Glücksfall erlebt zu haben. Derzeit habe der Brunnen eine Tiefe von annähernd 28 Meter, der Durchmesser dort unten jedoch nur noch eineinhalb Meter. Geplant sei, jene Arbeiten zu dokumentieren und die "Geheimnisse" des Brunnens öffentlich "preiszugeben". An Zahlen hatte Kern noch zu bieten, dass der Wasserzulauf mit 7,85 Liter je Minute achtbar sei, der Wasserstand betrage 160 Zentimeter oder 2.826 Liter, 2.340 Eimer Abfall seien ans Tageslicht befördert worden. Gekostet hätten diese stets gefährliche Anstrengungen nur rund viertausend Euro. Nun möchte man den Brunnenschacht noch attraktiver gestalten, möglicherweise mittels einer Beleuchtung. Frau Weishardt berichtete, dass mit 6.250 Museumsbesuchern deren Zahl marginal gesunken sei, was jedoch - wegen der Eppelein-Festspiele - am Verzicht auf eine Sonderausstellung gelegen habe. Sonntag für Sonntag besuchten etwa einhundert Interessenten die Schauräume. Beim Tag des "Lebendigen Museums", dem "Burgfest" oder am "Tag des offenen Denkmals" würden weit mehr Besucher gezählt. "Um diese Zahlen beneiden uns andere Museen", schloss die 2. Vorsitzende, die sich gleichfalls nicht mehr zur Wahl stellte. Die Leistungen seiner Arbeitsgruppe würdigte Herbert Kölbl. Im Anschluß an die Renovierung der Eppeleinkulissen habe man im Rittersaal Mauerwerksteile ausgebessert. Neben Kleinreparaturen seien auch schadhafte Türen im Museum überholt oder gänzlich erneuert worden. Hinzu kämen, so Kölbl weiter, viele ungenannte Tätigkeiten, auch im Zusammenhang mit dem Außenlager in Unterferrieden. Mehr als eintausend Stunden habe man so investiert. Kölbl wünschte sich deshalb eine Verstärkung seines Teams. Vorstandsmitglied Patrick Claussen hatte Neuheiten im Bereich Kommunikation (Homepage und Telefonanlage) zu vermelden. Er schlug weiterhin vor, in die Vorbereitungen des Burgfestes mehr Mitglieder einzubeziehen. Danach gab Claussen noch die Termine für das Jahr 2009 bekannt. Demnach fänden am 26. April der "Tag des offenen Denkmals" und am 11. Juli das "Burgfest" statt. Am 4. Juli wolle man das 25jährige Gründungsfest begehen. Eppelein-Festspielleiter Helmut Buchner zeigte sich zufrieden über acht ausverkaufte Vorstellungen. Dieses Schauspiel bedeute einen enormen Imagegewinn für Burgthann. Es sei "am richtigen Ort von den richtigen Darstellern auf die Bühne gebracht worden", so Buchner wörtlich. Das Spiel sei zuvor 75 Std geprobt worden. "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" fügte Buchner hinzu und zitierte ein Dankschreiben wie folgt: "Die Erinnerung an Eppelein ist noch nicht verblasst". In seinem Grußwort dankte 1. Bürgermeister Heinz Meyer allen Mitgliedern, die sich um den Erhalt der Burg mühten. Die genannten Zahlen hätten ihm Respekt abgerungen. Momentane Probleme könnten durchaus gemeinsam gelöst werden. Meyer wörtlich: "Jetzt planen und im Frühling tun". Der Erfolg der Eppelein-Festspiele habe auch Skeptiker eines Besseren belehrt. Für den Rittersaal habe er, Meyer, Visionen. "Nicht wie er war, aber wir werden ihn überdachen". Man werde gelassen an die Planungen herangehen, versprach der Rathauschef. Auch das Thema "Burgvorplatz" wolle man seitens der Gemeinde wieder angehen, versprach Meyer. "Die Burg ist das Zentrum der Gemeinde und soll es auch bleiben". Der Fördergemeinschaft dankte er betont für den Erhalt und die Weiterentwicklung derselben. Unter der Leitung von Bernd Körner gingen die Wahlen rasch vonstatten. Wiedergewählt wurde Harald Kern (1. Vorstand), zur 2. Vorsitzenden bestimmten die Mitglieder Betty Püntzner, auch Patrick Claussen wurde im Amt bestätigt (3. Vorstand), neuer Kassier wurde Lothar Wiegand und Schriftführerin blieb Helga Karg. Die Revisoren Eckstein und Bernd Burghardt wurden erneut beauftragt. Den scheidenden Vorständen dankte Kern jeweils mit einem Präsent.

Vorstandschaft
 



Verfasser: Werner Martin, 90559 Burgthann

Burgvereinsausflug nach Kelheim
am 11. Oktober 2008

BURGTHANN - Das Ziel der diesjährigen Museumsfahrt der Fördergemeinschaft Burg Burgthann e.V. hieß Kelheim in Niederbayern. In erster Linie galt ihr Interesse der dortigen Befreiungshalle. Ein geführter Stadtrundgang vervollständigte die Exkursion. Bertin Schels von der Verwaltung der Befreiungshalle Kelheim führte die Besucher durch deren sonst nicht zugänglichen Unterbau. Imponierende Säulen, wuchtige Pfeiler und Bögen in einer lichten Höhe von sieben Metern stützen des mächtige Gewölbe mit einem Durchmesser von 60 Metern. Einige der Gründungspfeiler ragten bis zu 17 Meter tief in das sehr stark zerklüftete Felsgestein, berichtete Schels. In diesem total ungenutzten Unterbau herrsche eine konstante Raumtemperatur zwischen acht und 14 Grad. König Ludwig I. hatte den Bau der Befreiungshalle auf dem Michaelsberg als Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon in den Befreiungskriegen 1813-1815 in Auftrag gegebenen, wusste der Verwaltungsleiter. Die Idee dazu sei ihm, Ludwig, im Februar 1836 auf einer Reise durch Griechenland gekommen, denn dort habe Ludwigs Sohn Otto als König regiert. Architekt sei zunächst Friedrich von Gärtner gewesen. Bei dessen Tod hätten aber erst zwei Drittel des Unterbaus gestanden. Kelheim sei dem König durch den Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals nicht unbekannt gewesen, informierte Schels weiter. Zudem: Für Kelheim sprachen noch die exponierte Lage jenes Bergkegels am Zusammenfluss von Altmühl und Donau sowie die Nähe zum Baumaterial aus den Granitbrüchen von Oberau und Hauzenberg. Baubeginn sei am 19. Oktober 1842, am Tag nach der feierlichen Eröffnung der Walhalla, gewesen. Nach Gärtners Tod habe Leo von Klenze, dem die Pläne seines Vorgängers widerstrebten, den Weiterbau begleitet. Dieser habe die Pläne abgeändert, so dass ein Rundbau in der Art eines römischen Grabmals entstanden sei. Infolge übertriebener Forderungen der Steinbruchbesitzer sei der restliche Unterbau mit Ziegeln im "Königsformat" weiter-geführt worden, berichtete Schels. Nach der Abdankung des Königs fristete der Bau das Schicksal einer Ruine. Ludwig I. jedoch förderte den Weiterbau aus eigenen Geldmitteln. Und so sei am 18. Oktober 1863, dem 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, mit verschwenderischem Prunk die Einweihung vollzogen worden. Die Führung durch den Innenraum, in dem sich 34 Siegesgöttinnen aus weißem Carrara-Marmor die Hände zu einem feierlichen Reigen reichen und dabei vergoldete Schilde aus der Bronze erbeuteter und eingeschmolzener Geschütze stützen (Entwurf von Ludwig Schwanthaler), übernahm Fremdenführerin Maria Thoma-Schmidt. Ihre Zuhörer informierte sie über die im gesamten Bau versinnbildlichte Zahl 18 oder ihr Vielfaches. So im Sockel, in den Strebepfeilern der Außenfassade, den sie bekrönenden Kolossalstatuen als Allegorien der deutschen Volksstämme bis hin zu den Viktorien, Nischen, Wandpfeilern, Inschriftentafeln und Kassetten in der Kuppel. Alles soll, so die Absicht Ludwigs, an das Datum der Völkerschlacht bei Leipzig (18. Oktober 1813) erinnern, an dem die Truppen Napoleons von der Koalition der deutschen Befreiungstruppen vernichtend geschlagen wurden. Bei dem nachfolgenden Stadtrundgang, beginnend an der Stadtpfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" bis letztlich zur weltberühmten Weißbierbrauerei Schneider erfuhren die Burgthanner unter anderem, Kelheim sei uraltes Siedlungsgebiet, wie Funde belegten. Den Kelten folgten die Römer und unter ihnen sei der "Limes" entstanden. 1050 hätten sich die Wittelsbacher hier ein Schloss erbaut. Herzog Otto I. habe 1181 Kelheim zur Stadt erhoben. Nach der Ermordung von Ludwig dem Kelheimer (1231) hätten sich Wittelsbacher zurückgezogen. Kelheims Blüte-zeit sei im Mittelalter gewesen. Erst nachdem König Ludwig I. den Kanal habe bauen lassen, sei Kelheim wieder aufgeblüht. Heute lebe Kelheim hauptsächlich vom Fremdenverkehr.


die gruppe
 

Nachberichterstattung von Lebendigen Museum

Bald ist es wieder soweit!
„Lebendiges Museum“ in der Burg Burgthann
am 27. April 2008 von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Am Sonntag, d. 27. April 2008 lohnt es sich die alte Burg von Burgthann zu besuchen. Von 11 Uhr bis 17 Uhr gibt es im Burghof, im überdachten Rittersaal, in den Handwerksstuben, in den Burgkellern und in allen Museumsräumen Interessantes und Neues zu beobachten und zu entdecken. Sie erfahren viel über den Schuster , ein Schreiner baut interessante Holzverbindungen, Laternen und Ritterspielzeug werden zusammengebaut, der Drechsler stellt schöne Holzgefäße her, Papier wird geschöpft, Stoffe werden bedruckt, aus Peddigrohr werden feine Korbwaren geflochten. Kunsthandwerkliches Können zeigen Töpferinnen, eine Goldschmiedin, der Kammmacher, der Tiffanykünstler und eine Puppenmacherin für Waldorfpuppen. Wolle entsteht in der Wollewerkstatt und beim Spinnen, an zwei Webstühlen wird gewebt. Eine Patchworknäherin und fleißige Handarbeiterinnen zeigen, welch schöne Dinge aus Stoff, Garn und Wolle beim Sticken, Stricken und Klöppeln entstehen können. Das LEBENDIGE MUSEUM wird auch den Kindern gefallen, denn sie werden Eierzucker bemalen, Kerzen drehen und die Honigschleuder betätigen können. Im Rittersaal gibt es Gelegenheit zu puzzlen, zu kegeln und alte Haushaltsgeräte aus Omas Küche zu benutzen. Im kleinen Burgkeller werden Sagen und alte Geschichten erzählt. Im großen Burgkeller versorgen wir Sie mit Getränken, Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. Tauchen Sie für eine Weile ein in die etwas geruhsamere Zeit unserer Großeltern. Die Fördergemeinschaft Burg Burgthann freut sich auf Ihren Besuch.

Lebendiges Museum
 



Verfasser: Ulla Weishart, 90559 Burgthann

Wilhelm Busch - pur !: Gerd Berghofer wieder bei der Fördergemeinschaft Burg e.V.
am 24. Februar 2008, 16 Uhr im Burgkeller

Burgthann

" Ach was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen... ".
Wer kennt Wilhelm Busch nicht? Sein Todestag jährt sich im Jahre 2008 zum 100. Mal, Grund genug den Dichter gebührend zu ehren, der uns so wunderbare Literatur für Groß und Kleinhinterlassen hat.
Die Fördergemeinschaft Burg Burgthann hat den aus der Presse bekannten Schriftsteller und Rezitator GERD BERGHOFER (Jahrgang 1967) zum 2. Mal in den Burgkeller eingeladen. Waren das erste Mal die dunklen Geschichten von Edgar Allan Poe, die uns gefangen nahmen, so wird es dieses Mal ein Potpourri aus humorvollen, aber auch hintersinnigen Texten von W. Busch sein. Gerd Berghofer hat diese Lesung aus dessen reichhaltigem Fundus an Gedichten und Geschichten zusammengestellt. Biographische Daten des Dichters und Malers werden das Programm abrunden.
Wir laden Sie herzlich zu diesem humorvollen und besinnlichen Nachmittag in die Burg ein.

Gerd Berghofer
Wilhelm Busch



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